Definition
WHOIS ist das öffentliche Abfrageprotokoll, das Eigentums- und Registrierungsdetails für eine Internet-Domain liefert: den Domaininhaber, den Registrar, die Registrierungs- und Ablaufdaten, die Nameserver und historisch eine Kontakt-E-Mail. Abfragen laufen über ein einfaches Textprotokoll, traditionell über TCP-Port 43, und liefern einen Klartextdatensatz statt strukturierter Daten. WHOIS stammt aus den frühen ARPANET-Zeiten und ist weiterhin die Standardmethode, um zu ermitteln, wem eine Domain gehört, auch wenn das Ausgabeformat je nach Registrierungsstelle variiert und zwischen TLDs uneinheitlich sein kann. Moderne Datenschutzregeln (DSGVO, ICANN-Richtlinien) haben seit 2018 die meisten personenbezogenen Daten aus dem öffentlichen WHOIS geschwärzt, daher werden individuelle Namen und E-Mail-Adressen von Domaininhabern in der Regel durch einen Privacy-Proxy-Kontakt ersetzt, statt direkt angezeigt. Registrare (Namecheap, Cloudflare, Porkbun, Gandi) verwalten WHOIS-Datensätze im Auftrag der Inhaber und aktualisieren sie automatisch bei Registrierung und Verlängerung. RDAP ersetzt WHOIS nach und nach als stärker strukturierter, berechtigungs- und zugriffsorientierter Nachfolger.
So funktioniert es
WHOIS-Abfragen gehen an die für die TLD zuständige Registrierungsstelle (für .com Verisign, für andere ICANN-akkreditierte Registrierungsstellen) und liefern einen Textdatensatz. Moderne Alternativen (RDAP, das Registration Data Access Protocol) stellen strukturierte JSON-Ausgaben und eine bessere Handhabung des Datenschutzes bereit.
Warum es wichtig ist
WHOIS ist der maßgebliche Nachweis darüber, wer eine Domain kontrolliert und wann sie abläuft. Eine Domain auslaufen zu lassen, weil die WHOIS-Kontakt-E-Mail veraltet war, ist der klassische Auslöser für den Verlust einer Website. WHOIS-Kontaktdaten aktuell zu halten, ist wichtig; die Nutzung eines Privacy-Proxy-Dienstes ist unproblematisch und inzwischen üblich.